Am letzten Novemberwochenende strömten aus ganz Deutschland zehntausende Antifaschistinnen und Antifaschisten nach Gießen, um gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation unter dem Namen „Generation Deutschland“ zu protestieren. 15.000 beteiligten sich aktiv an Blockaden, bis zu 50.000 nahmen insgesamt an Demonstrationen teil. Der Gründungskongress konnte nur mit stundenlanger Verspätung beginnen. Das war ein Punktsieg für den Antifaschismus – aber mehr muss kommen, meinen Timo König und Lisa Weigel
Im ersten Teil unserer kleinen Serie zu erfolgreichen Kämpfen gegen die Nazis haben wir dargestellt, wie der sichergeglaubte Einzug der NPD in den Bundestag 1969 am antifaschistischen Massenwiderstand scheiterte. In den 70er Jahren versuchte die Nazi-Partei ihr Comeback. Mit jährlichen, bundesweiten Mobilisierungen nach Frankfurt am Main wollte sie auf der Straße Stärke demonstrieren und sich so neu aufbauen. Aber auch damit scheiterte sie. Wir erklären, wie es dazu kam. Von Karl Naujoks
In Umfragen steht die AfD bundesweit gleichauf mit der CDU/CSU. In Sachsen-Anhalt sogar bei 40 Prozent. Angesichts dieser Werte rufen manche verzweifelt nach dem Staat, er möge die AfD verbieten. Das ist eine Sackgasse, die in die Passivität führt. Der einzige Weg gegen die AfD bietet die massenhafte und entschlossene Mobilisierung von unten. Tatsächlich wurden im Nachkriegsdeutschland mehrere Versuche der Nazis gestoppt, sich neu aufzubauen. Davon gilt es heute zu lernen.
Auf zur Großdemonstration am 29. November in Gießen!
„Generation Deutschland“: Außen blau, innen braun
Die AfD präsentiert die Gründung ihrer Jugendorganisation unter dem Namen „Generation Deutschland“ als Neustart, nachdem die „Junge Alternative“ (JA) zu Beginn des Jahres aufgelöst worden ist. Tatsächlich ist das nichts als Propaganda: Hinter der neuen Fassade steckt derselbe alte faschistische Nachwuchsverband ...
Wie die Spaltung der herrschenden Klasse den Klassenkampf anheizt
Der Wahlsieg von Zohran Mamdami bei den Bürgermeisterwahlen in New York hat weltweit Schlagzeilen gemacht – ebenso wie die hasserfüllte Reaktion des US-Präsidenten. Mamdani verspricht Sozialreformen, Trump droht mit Konsequenzen. Grund genug zu fragen, wohin die USA unter Trump treibt ...
Der deutsche Kapitalismus kommt aus der Krise nicht heraus - die Regierung Merz reagiert mit massiver Aufrüstung
Am vergangenen Wochenende hielt die Revolutionäre Linke ihre diesjährige Vollversammlung ab. Dabei wurde eine Resolution zur aktuellen politischen Lage angenommen, die wir an dieser Stelle dokumentieren ...
AfD als Taktgeberin für Bundeskanzler
Potsdam, 15. Oktober 2025: In einer öffentlichen Rede kündigt Merz an, migrantische Menschen aus dem Stadtbild tilgen zu wollen – mit Abschiebungen. Obwohl CDU/CSU der AfD mit ihrem Rassismus das Wasser abgraben wollen, machen sie sie damit nur stärker, meint unsere ...
Die dreckige Geschichte hinter der schönen Fassade von Oslo
Präsident Donald Trumps großer Traum ist es, den Friedensnobelpreis zu gewinnen. Dieses Jahr ist es ihm noch nicht gelungen. Zumindest aber belohnte das Preiskomitee in Oslo einen großen Fan von Trump, die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado ...
Am 6. Oktober trat Premierminister Lecornu nach nur 27 Tagen Amtszeit zurück… doch Tage später beauftragt ihn Präsident Macron erneut mit der Regierungsbildung. Reuven Neumann erklärt, was hinter dem politischen Chaos in Frankreich steckt – und warum dies nur die Vorboten dessen sind, was wir zu erwarten haben
Internationaler Massendruck fügt Israel politische Niederlage zu – doch Netanjahus Teilrückzug ist trügerisch
Die Nachricht über die Einigung auf einen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas wurde im Gazastreifen mit großer Erleichterung und Jubel aufgenommen. Netanjahus Regierung zieht die Truppen aus den Städten des Gazastreifens ab ...
Entfachen wir den Widerstand!
Ende August stach sie in See: die globale Sumud-Flotilla, über 50 Boote mit mehreren hundert Teilnehmenden aus 44 Ländern, unter ihnen die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, Mandla Mandela, ein Enkel des südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela, die französisch-palästinensische Europaabgeordnete Rima Hassan, Barcelonas Ex-Bürgermeisterin Ada Colau und der irische Schauspieler Liam Cunningham ...
Der 27. September war ein Meilenstein für die Bewegung in Solidarität mit Palästina. Unter dem Motto ›Alle zusammen für Gaza‹ sammelten sich zunächst über 20 000 am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Berlin. Die Demonstration zog dann auf die Straße des 17. Juni im Tiergarten, wo die Palästinensische Gemeinde, Medico International, und Amnesty International eine Kundgebung mit Konzert unter dem Titel ›All Eyes on Gaza‹ veranstaltete ...
Auf zur Demonstration am 27. September in Berlin!
Die Herrschenden der Welt vergießen Krokodilstränen über das Leid der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen. Nun formiert sich eine Kraft, die wirklich etwas verändern kann und will. Heute und morgen kommen Hafenarbeiter aus mehreren Ländern in Genua zusammen, um über wirksame Blockademaßnahme gegen Waffenlieferungen an Israel zu beraten ...
Angesichts des Grauens im Gazastreifen kommt die israelische Regierung immer mehr unter Druck. Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für Sanktionen gegen Israel vorgelegt – doch die Bundesregierung blockiert jede ernsthafte Maßnahme. Kein Wunder – denn deutsche Rüstungsunternehmen verdienen kräftig mit am Massenmord im Gazastreifen ...
Die Stimmung kippt – der Tabuisierungsdruck verliert seine Wirkung
Ein Kommentar von Karl Naujoks
Der 13. September markiert einen wichtigen Wendepunkt im langanhaltenden Konflikt mit der pro-israelischen Politik der Bundesregierung. Gut 20 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen an diesem Tag dichtgedrängt vor der Bühne, direkt vor dem Brandenburger Tor ...
In Nepal ist die Wut der Bevölkerung explodiert. Die Kommunistischen Parteien, die jahrelang an der Regierung waren, vermochten keine Veränderungen durchzusetzen. Nun nehmen die Menschen ihre Interessen in die eigenen Hände, meint Yuri Prasad
Das Parlament steht in Flammen. Es ist umzingelt von wütenden, aber dennoch fröhlichen jungen Menschen ...
Warum wir die neue Jugendorganisation der AfD stoppen müssen
Die AfD will Ende November in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen, nachdem die ›Junge Alternative‹ (JA) zu Beginn des Jahres aufgelöst worden ist. Angeblich geht es um mehr als eine Umbenennung. Unser Redakteur Jan Trikole erklärt, was tatsächlich dahintersteckt ...
Die letzte Woche hat Trump erst mit Putin, und dann mit Selenski gesprochen. Die Stimmungslage der europäischen Regierungs- und Staatschefs war dabei von einem seltsamen Auf und Ab gekennzeichnet. Erst schlug Panik in Euphorie um, dann folgte die Ernüchterung. Der Krieg geht unterdessen mit unverminderter Härte weiter – von beiden Seiten ...
Interview mit einer Palästina-Aktivistin über die neuen Chancen für die Bewegung
Angesichts des Grauens in Gaza kippt die internationale Stimmung immer mehr gegen Israels brutalen Hungerkrieg. Doch die Maßnahmen gegen die Netanjahu-Regierung durch westliche wie arabische Regierungen bleiben weitgehend symbolisch ...
Der Aufstieg der AfD in den Umfragen ist besorgniserregend. Umso mehr, da er Stiefelnazis genug Selbstvertrauen verleiht, um auf der Straße Präsenz zu zeigen. Doch die Faschisten lassen sich aufhalten – und der antifaschistische Widerstand kann umgekehrt den Aufstieg der Linken beflügeln. Wie das geht, zeigen die Erfahrungen aus der Stadt Münster ...